Gerade im Gesicht zeigen sich die Spuren des natürlichen Alterungsprozesses meist zuerst. So zeigen sich Falten, die Haut verliert an Volumen und die Wangenpartie erschlafft. Auch die markanten Gesichtskonturen verwischen und die Proportionen wirken nicht mehr so ausgeglichen, wie es noch in jungen Jahren der Fall war. Der Blick in den Spiegel zeigt: Ihr Gesicht sieht älter aus als Ihr tatsächliches Alter.

Natürlich gibt es minimal-invasive Behandlungen, wie etwa Faltenbehandlungen mit Hyaluronsäure oder Botulinumtoxin, welche die Alterserscheinungen reduzieren. Ein langanhaltendes Ergebnis verspricht aber lediglich eine operative Gesichtsstraffung.

Im Rahmen dieses plastischen und ästhetischen Eingriffs wird überschüssiges Gewebe entfernt und die Muskeln werden gleichzeitig gestrafft. Ihre Haut wirkt danach jünger und straffer.

Für wen ist Gesichtsstraffung geeignet?

Sobald die Haut nicht mehr so straff und fest erscheint, ist der Zeitpunkt gekommen, um über eine Gesichtsstraffung nachzudenken. Bei nicht ganz so ausgeprägter Erschlaffung kommen minimal-invasive Varianten infrage. Ist der Elastizitäts- und Volumenverlust zu groß, so ist ein operatives Verfahren erforderlich. Im Rahmen der Operation lassen sich die Augenbrauen anheben, die Wangen oder auch der Hals straffen und die Haut verjüngen.

Allerdings sollten Sie sich immer darüber im Klaren sein, dass nicht alle Falten nach einer Straffungs-OP verschwunden sind. Ziel ist es, die Spuren der Zeit zu mildern und ein harmonisches, verjüngtes Erscheinungsbild zu erreichen. So soll sich die Mimik nicht verändern, damit Sie Ihr individuelles Aussehen beibehalten.

Das richtige Alter für ein Facelift gibt es nicht. Schon mit vierzig kann es Sinn machen, tiefe Nasolabialfalten oder eingesunkene Wangenpartien in einer OP zu beseitigen. Eine Gesichtsstraffung ist langanhaltend, sodass Sie über Jahre hinweg den Blick in den Spiegel nicht mehr scheuen müssen.

Was passiert vor der Gesichtsstraffung?

Ein Beratungsgespräch vor einer Gesichtsstraffung ist Pflicht. So haben Sie die Möglichkeit, Ihre Wünsche und Sorgen zu äußern. Auch Fragen zur OP und den angewandten Methoden können Sie in diesem Zusammenhang stellen. Der behandelnde Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie wird eine ausführliche Anamnese durchführen. Dabei spielt Ihre medizinische Vorgeschichte eine Rolle, wie etwa vorherige Operationen oder chronische Krankheiten.

Im Rahmen des Beratungsgesprächs werden Ihnen die Risiken einer Gesichtsstraffung erklärt, in schriftlicher und mündlicher Form. Weitere Untersuchungen werden angeschlossen, wie etwa die Erstellung eines Blutbilds. Sollte es aus medizinischer Sicht notwendig sein, wird auch ein EKG angefertigt.

Wie wird die OP beim Gesicht straffen durchgeführt?

Bei einer Gesichtsstraffung müssen Sie mit einer Behandlungsdauer zwischen 2 und 5 Stunden rechnen. Welche Art der Narkose verwendet wird, hängt vom Umfang und der Methode ab. Zur Auswahl stehen Lokalanästhesie, Dämmerschlaf und Vollnarkose. Die Schnitte werden im Bereich der Ohren und des Haaransatzes. So sind sie nach Abschluss der Heilungsprozesse nicht mehr zu sehen.

Eine Straffung nach der SMAS-Methode wird nicht nur in den oberen Bereichen der Haut durchgeführt. Auch die Strukturen in den tieferen Schichten, die sogenannten Faszien, werden gestrafft. Diese Faszienschicht aus Muskeln, Bindegewebe und Fett wird gelöst und anschließend wieder neu gespannt. Danach wird die obere Hautschicht geglättet und die überschüssige Haut entfernt. Im letzten Schritt erfolgt das Vernähen der Hautränder.

Ist die Hautalterung noch nicht so weit vorangeschritten, stellt ein Mini-Facelift eine Alternative dar. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, ein Stirn- und Schläfenlifting durchzuführen.

Was passiert nach der Gesichtsstraffung?

An eine Gesichtsstraffung schließt sich meist eine Nacht in der Klinik an. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Körper in den ersten Tagen nach der Operation ausreichend Erholung gönnen. Starke Schmerzen müssen Sie nicht befürchten. Lediglich leichte bis mittlere Spannungsschmerzen sind im Bereich des Gesichts möglich.

In der Anfangszeit ist der Gesichtsbereich noch geschwollen und auch Hämatome stellen keine Seltenheit dar. So dauert es etwa 14 Tage, bis Sie wieder voll gesellschaftsfähig sind. Zu diesem Punkt werden dann auch die Fände gezogen. Verzichten Sie auf große körperliche Anstrengungen oder sportliche Aktivitäten in dieser Zeit. Auch direkte Sonneneinstrahlung oder Besuche in der Sauna sind in den ersten Wochen zu unterlassen. Tragen Sie unbedingt eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor im Gesicht auf. Hinsichtlich der adäquaten Narbenpflege erhalten Sie Tipps vom behandelnden Facharzt.

Wann ist der erste Nachsorgetermin bei einer Gesichtsstraffung?

Einen Tag nach der Straffungs-OP findet der erste Kontrolltermin statt. In diesem Rahmen wird gecheckt, ob es zu Blutungen gekommen ist und wie stark die Schwellungen ausgeprägt sind. Der nächste Nachsorgetermin findet dann meist 2 Wochen später statt, wenn die Fäden gezogen werden.

Sind nach dem Gesicht straffen Narben sichtbar?

Nach jedem operativen Eingriff kommt es zur Bildung von Narben. Allerdings werden diese bei einer Straffung so platziert, dass sie nach Ende des Heilungsverlaufs nicht zu sehen sind. Die Schnittführung erfolgt hinter dem Ohr oder auch direkt am Haaransatz. Bei männlichen Patienten werden die Schnitte meist vor den Ohren gemacht. Bei einer optimalen Wundheilung sind die feinen Striche später nahezu unsichtbar. Entscheidend ist, dass Sie sich an bestimmte Verhaltenshinweise halten. So ist es etwa förderlich für die Wundheilung, wenn Sie zwei Wochen vor der Behandlung auf den Genuss von Nikotin verzichten.

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Wie viel kostet die OP?

Die Preise für eine Straffungs-OP im Gesicht- und Halsbereich unterscheiden sich von Patient zu Patient. So spielt es natürlich eine Rolle, wie umfangreich der Eingriff ist und welche Methode angewandt wird. So fangen die Kosten für ein Facelifting bei etwa 6.000 Euro an. Die Krankenkasse beteiligt sich in der Regel nicht daran, da es sich um eine OP handelt, der keine medizinische Indikation zugrunde liegt.

Viele Chirurgen bieten eine Finanzierung bei renommierten Partnern an. Diese ist zu attraktiven Konditionen und flexiblen Laufzeiten möglich.

Kann das Gesicht straffen wiederholt werden?

Generell handelt es sich um eine langanhaltende Behandlung, deren Resultat über mehrere Jahre zu sehen ist. Aber natürlich wird dadurch nicht der natürliche Alterungsprozess gänzlich aufgehalten. Je nach Beschaffenheit der Haut und des Gewebes sowie äußeren Einflüssen ist erneut eine Erschlaffung möglich. Dann lässt sich die Straffung auch wiederholen.

Gibt es eine Gesichtsstraffung auch ohne OP?

Natürlich gibt es nicht-operative Methoden, eine Straffung der Gesichtshaut zu erreichen. Dazu zählt beispielsweise das Liquid-Lifting, bei welchem verschiedene Wirkstoffe gezielt in die Haut eingespritzt werden. So lassen sich mit Botulinumtoxin mimische Falten mildern und mit Hyaluronsäure der Volumenverlust ausgleichen. Andere Möglichkeiten im nicht-operativen Bereich:

  • PRP-Therapie (Eigenbluttherapie)
  • Fadenlifting
  • Unterspritzung mit Kollagen oder Eigenfett

Auch Mikrodermabrasion, chemisches Peeling oder eine Laserbehandlung zählen zu den Maßnahmen, bei denen keine OP erforderlich ist. Oft werden auch verschiedene Techniken miteinander kombiniert.